Silvia Prieto
An ihrem 27. Geburtstag beschliesst Silvia Prieto, ihr Leben zu ändern – sie sucht Arbeit in einem Café und schafft sich einen Kanarienvogel an. Ihrem Ex-Partner Marcelo erzählt sie, dass sie im Durchschnitt 48 Kaffees und 20 Capuccinos serviert. Als Silvia Prieto mit ihrem Kanarienvogel ein Wochenende in Mar del Plata verbringt, lernt sie einen Italiener kennen, der ihr sein Armani-Jackett leiht. Infolgedessen erfährt sie, dass es in Buenos Aires weitere Silvia Prietos gibt, was sie aus der Bahn wirft. Obsessiv macht sie sich auf die Suche nach deren Spuren, um ihre eigene Identität zu ergründen. Lakonisch und präzise erzählt der Begründer des «Nuevo Cine Argentino» Martín Rejtman in seiner Deadpan-Komödie von Übersprungshandlungen und Leerläufen. Rosario Bléfari beschwört als Silvia Prieto in einer unvergesslichen Performance sowohl Humor als auch Wärme herauf.«Die Dreharbeiten begann ich mit kaum 6000 Dollar und ohne irgendeine offizielle Unterstützung. Diese kargen Produktionsbedingungen versucht der Film nicht ästhetisch zu verbrämen. Im Gegenteil, er betont sie nachdrücklich und versucht, seinen Stil daraus zu entwickeln. Ich wollte aus der Ökonomie des Films eine ästhetische Frage machen. Man könnte sagen, dass es mein Wunsch war, so etwas wie einen ‹Nullpunkt› der Inszenierung zu erreichen. Im Umgang mit den Situationen und dem Dekor wird eine bestimmte Essenz angestrebt. Oftmals repräsentieren die Dekors eher die Idee eines Ortes als den Ort selbst. So stehen etwa im Besuchsraum des Gefängnisses nur ein Tisch und zwei Stühle. Die Disco ist durch Farblichter charakterisiert, die sich die ganze Zeit über bewegen und auf eine Wand projiziert werden. Es gibt weder Accessoires noch Statist:innen. Dieser Ansatz gilt auch für die Einstellungen, die den Raum definieren, und für die Gestaltung der Szenen im einzelnen: Frontalaufnahmen, kaum Schnitte, Schauspieler:innen, die ihren Text sehr zurückgenommen einfach rezitieren.» (Viennale, Martin Rejtman)Di, 20. Januar, 20.15 Uhr: Einführung in die Filmreihe «¡Viva Argentina! Lebendige Filmkultur trotz allem» von Liliane Hollinger (Kino Cameo) und Nico Feer.
Film
Di 20. Jan 20:15 Uhr
Eintritt 18.–
AHV/Studierende 15.–
Adresse
Kino Cameo
Lagerplatz 19
8400 Winterthur























































































































