Inhaltsverzeichnis

Mitwirkende

Über Daniel Bosshart und Sandra Biberstein

Von Aleks Sekanić (Text) und Frédéric Andres (Bilder)

Coucou empfiehlt

Tipps von Amina Mvidie, Leandra Reiser und Pierina Ryffel

«Es ist an der Zeit, der Kultur eine Perspektive zu bieten.»

Statements von Etrit Hasler (Suisseculture Sociale), Lea Reutimann, Florian Sommer, Nicole Kurmann (Bereichsleiterin Kultur der Stadt Winterthur), Audrey Wagner, Carole Brunner, Jane Wakefield (Kulturlobby), Joe Fenner, Ruth Loosli

Auf eine virtuelle Chilbifahrt mit

Interview mit Daniel Frei, Präsident Albanifest-Komitee, geführt von Sandra Biberstein

P wie Pianissimo

Kulturlexikon erklärt von Christian Erny, Pianist und Dirigent

Es ist auch dein Problem

Aufgefallen und kommentiert von Sarah Akanji, Kantonsrätin

Partnerin, ohne Beziehung

Kolumne «Tabu» von Rebekka Bräm (Text) und Zoé Weilenmann (Bild)

Ein Tausendsassa packt an

Porträt über Kilian Schmid von Hanna Widmer(Text) und Britta Gut (Bild)

«Meine Naivität war nötig»

Interview mit Filmemacherin Nadina Dollie, geführt von Alessia Albizatti (Text), Gianluca Cuviello (Bild) und Tanja Etzensperger (Illustration)

Bild auf Bild

Von fructuoso/wipf (Bild §47) Vincent Graf (Bild §48) und Giulia Bernardi (Text)

Feed me Frapes

Page Blanche von Jill Winnie Moser

Text von Sandra Biberstein und Julius Schmidt

Licht

Kolumne «Text mit Bild» von Dania Sulzer

Comic

Von Daniel Bosshart

Poetographischer Monatsrückblick

Politli von Julius Schmidt, Colin Kofmel, Livia Kozma, Sandra Biberstein und Aleks Sekanić

Eydus von Jennifer Unfug, Maria Keller, Philipp Schenkel, Alexander Klemke, Monique Karrer, Katherine Bauenade, Regina Erb, Aleks Sekanić, Oliver von Hirschheydt, Cyrill Kuliew, Rija Saurer, Colin Kofmel, Rita Manetsch, Remo Weber, Ruth Loosli, Julius Schmidt

Carving

Kolumne «Veloszenen» von Marc Herter und Beat Wipf

Das Tor zur Winterthurer Unterwelt

Kunst im öffentlichen Raum von Franca Bernhart (Text) und Jonas Reolon (Bild)

«Musik kann sich dehnen und in Einzelteile zerfallen.»

Interview mit Jakob Ilja, Gitarrist von Element of Crime, geführt von Dominik Dusek, Sina Reinhart (Illustration)

Pure life begins now

Interview mit dem Künstlerduo huber.huber, geführt von Eva Vögtli, Lilian Caprez (Illustration)

Bilder, die «stehen bleiben»

Hintergrund zur Ausstellung Pia Zanetti (Fotostiftung) von Judith Rutishauser (Text)

Hör mal

Albumtipps von Leandra Reiser, Omar Fra, Laura Serra, Roman Surber und Tom Schmid

Lies mal

Buchtipps von Alessandra Willi und Martina Keller

Schau mal

Filmtipps von John Canciani und Liliane Hollinger

Coucou §94 März 2021

Page Blanche §94 März 2021

Page Blanche von Jill Winnie Moser, Feed Me Grapes 2021

 

Stell dir vor, du würdest 24/7 hustlen; jede Minute effizient verwerten; die Freund*innen zurücklassen, die dich nicht vorwärtsbringen; «make friends who force you to level up»; Stil, Fitness, Diät, da ist noch Luft nach oben; nein, man kann nicht perfekt sein, aber gerade deswegen kann man eben immer noch perfekter werden.

Ein wenig von dem Glauben, ein Alpha-Wolf und/oder Alpha-Raubkatze zu sein, mag jede*r haben, die*der in unserer Gesellschaft sozialisiert wurde. Die Millionen Followers von jenen, ‹die es geschafft haben›, wie manche sagen, legen das zumindest nahe.

Perfektion, Luxus, Feelgood, geltende Körperideale, Selbstoptimierung, toxische Positivität, Mental Health: Mit diesen Themen beschäftigt sich Jill Winnie Moser in ihren aktuellsten Ölgemälden. Diese sind für eine Soloausstellung in der Python Galerie in Küsnacht entstanden, die im März stattfindet – sofern es die Massnahmen des Bundes zulassen. Als Ausgangspunkt für ihre mit Motiven übersättigten Ölbilder nutzt die Winterthurerin Foto-Collagen, die sie zuvor aus Material erstellt hat, das sie sich teils auf Influencer-Plattformen zusammengetragen hat. Für die Page-Blanche aber ist sie einen Schritt weitergegangen und hat aus einigen ihrer aktuellen Gemälden eine Collage erstellt: Abgedruckt ist ein Werk in Arbeit.

Auf «Feed Me Grapes» hat sich die 22-Jährige selbstporträtiert. Die genannten Themen kritisiert sie nicht aus der Perspektive einer Aussenstehenden, sondern taucht in diese Welten ein, verarbeitet das Konsumierte durchs Collagieren verschiedener teils persönlichen Symbolen und mit gewolltem Humor. Ihre Bilder sprechen Beobachtetes an, ohne jemanden konkret anzugreifen.

 

Text: Sandra Biberstein und Julius Schmidt