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Page Blanche von Johanna Bossart, «Formen und Stäbe», 2019.
Es ist das Unaufgeregte, das vielleicht schon in Vergessenheit Geratene, wofür sich die Künstlerin Johanna Bossart in ihrem Schaffen interessiert. Mit der Kamera zu «sammeln» ist deshalb ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Das Bild «Formen und Stäbe», das auf der Rückseite des A2-Veranstaltungskalenders in der Mitte des Magazins abgedruckt ist, stammt aus einer Bildserie über Boxen und Schachteln. «Es ist eine Hommage an die Geheimnisse und Schätze, die von uns versteckt und fein säuberlich verstaut worden sind. Dinge, die wir aufheben und denen wir einen eigenen Wert zuschreiben», erklärt sie. Es sei zudem eine Erinnerung an die Grundschulzeit, in der sie als Schülerin weniger der Mathematik zugeneigt war als den farbigen Objekten.
Johanna Bossart beschäftigt sich in ihren Arbeiten oft mit gesellschaftlichen Themen. So hat sie 2016 den Kunstkasten am Katharina-Sulzer-Platz mit der Ausstellung «Good Luck» in einen Plüschtierautomaten verwandelt. Im Moment stellt sie dort im Rahmen der «Dezemberausstellung» des Kunstkastens noch bis am 10. Februar Keramikpflanzen aus. Als Fotografin arbeitet sie Teilzeit für den Landboten und hat dadurch Winterthur von verschiedenen Seiten kennengelernt.
