Inhaltsverzeichnis

Ein Briefwechsel

Zwischen Anna Rosenwasser, Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation (LOS) und Melanie Staub, Verlagsleiterin Coucou

«Es sollte um die Musik gehen, nicht ums Geschlecht»

Von Anatole Fleck und Delia Landolt (Text) und Herr Denzler (Bilder)

Geschlechtervielfalt in der Schule

Von Manola Blatter (Text, Teil 1) und Sandra Biberstein (Text, Teil 2) und Linda Madöry (Bilder)

Drag ist nicht gleich Drag

Von Livia Fischer (Text) und Lucas Ziegler (Bilder)

Wie die Mode die Gesellschaft verändert

Von Rebecca Lehmann (Text) und Stefanie Brunner (Bild)

Sarah macht

Porträt über Sarah Akanji von Olivia Staub (Text) und Jöelle Lehmann (Bilder)

Was eine gendergerechte Sprache leisten kann

Interview mit Christa Binswanger von Sandra Biberstein (Text) und Lilian Caprez (Bild)

Gender in the city

Ein Essay von Anna Rosenwasser

Es gibt sie, die Frauen in der Kunstgeschichte!

Von Franca Bernhart (Text und Bilder)

Trink mal

Getränke-Tipps von Marcel Rubin

Hör mal

Album-Tipps von Winterthurer Musiker*innen

Lies mal

Literatur-Tipps vom Delirium

Schau mal

Film-Tipps von Liliane Hollinger und John Canciani

Coucou §70 Oktober 18

Page Blanche §70 Oktober 18

Page Blanche von Johanna Müller, Let’s talk about gender, Digitalcollage 2018.

Gespräche über Geschlechterrollen, Diskussionen über die Anzahl von Geschlechtern wie auch das Bashing der Debatten in den Medien: All das inspirierte Johanna Müller zur Page Blanche mit dem Titel «Let’s talk about gender». Die Winterthurer Künstlerin hat die Diskussionen kompromisslos in Bilder übersetzt: Manche sind plakativ, andere kommentierend, hinter jedem Element verbirgt sich aber eine eigene Aussage, ja eine Geschichte, die das Thema Gender aus einer anderen Perspektive betrachten lässt. «Die einzelnen Bildelemente sollen Assoziationsräume eröffnen. Manche Anspielungen versteht man gleich von Anfang an, bei anderen weiss man nicht, was sie nun bedeuten sollen», erklärt Johanna. Sie will die Betrachtenden dazu auffordern, sich selbst Gedanken zu machen und die einzelnen Bildelemente in einen Kontext zu setzen. Eine kurze Internetrecherche und man erfährt: Kleine Jungen trugen im westlichen Kulturkreis Jahrhunderte lang rosarote Kleider, weil die Farbe rot als Signalfarbe für Männlichkeit galt. Mädchen hingegen zog man blau an. Es gibt Artikel darüber, dass sich männliche Tintenfische als Weibchen tarnen, um ihre Fortpflanzungschancen zu erhöhen. Andere Bildelemente sind Metaphern, die als Kritik an der Gesellschaft zu verstehen sind.

 

Johanna Müller hat sich in den letzten Jahren als selbstständige Grafikerin und Illustratorin einen Namen gemacht. Sie gestaltet Plattencover für Schweizer Bands oder Plakate, wie zum Beispiel für die Diskuthek-Reihe im Albani. Auch beim Coucou engagiert sie sich seit Jahren und ist im Organisationsteam der #coucoukunst-Ausstellung an den Musikfestwochen oder konzipiert die Werbung für den Coucou-Kulturkalender.