



Coucou empfiehlt
Veranstaltungshinweise von Floria Bilz, Sandra Biberstein, Aleks Sekanić und Alexander Wilms
Die Eishalle
Bildreportage von Lucas Ziegler (Bilder) und Maria Keller (Text)
Auf beiden Seiten der Gesuche
Porträt über Gabriela Krapf von Hanna Widmer (Text) und Nicola Tröhler (Bild)
Auf musikalische Perspekiven mit Ensemble Le Pli
Interview von Hanna Widmer
Füür
Kolumne «Vergissmeinnicht» von Dania Sulzer
Im PET-Flaschenmeer
Interview mit Hauser & Herzog von Sandra Biberstein (Text)
A wie Aufmerksamkeitsökonomie
Kulturlexikon erklärt von Daniel Perrin, Medien- und Sprachwissenschaftler ZHAW
Gemeinsam Klima Schützen
Kommentar zum Bürgerpanel von Katrin Cometta, Stadträtin (GLP) und Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt
Toxic Feminsim
Kolumne «Tabu» von Jacqueline Fuhrer (Text) und Zoé Weilenmann (Bild)
Comic
von Samuel Jordi
Das Gegenspektakel oder: #Big Dreams auf dem Kirchplatz
Reportage von Aleks Sekanić (Text) und Hannah Gottschalk (Bilder)
Bild auf Bild §57
Bildserie von Andrea Stanice
der turm
Poetographie von Marc Herter (Text) und Roman Surber (Bild)
Abkacken
Kolumne «Veloszene» von Marc Herter (Text) und Cynthia Schemidt (Bild)
Archivbilder von (mad)
Reportage von Anna Berger (Text) und Marc Dahinden (Bilder)
Hör mal
Album-Tipps von Laura Serra, Hanna Widmer, Roman Surber, Toja Rauch, Ai-lan Metzger und Christa Helbling
Lies mal
Literatur-Tipps von Gian Fermat und Niki Greiser
Schau mal
Film-Tipps von Matthias Sahli und Aline Kornicker
Cover:
Sarah Hablützel und Marco Mijatović beschäftigen sich mit der Frage, wie sich gesellschaftliche Ereignisse in indivuelle Körper einschreiben. In ihrer Cover-Reihe präsentieren sie Porträts von Jugendlichen. Was wird ihr Körper von der Pandemie, der Isolation, dem geänderten Umgang miteinander erinnern?
Page Blanche §103 Februar 2022 von Fernando Obieta, «Suggesting, that this convergence can be grasped».
Körner. Schwarze und weisse. Vielleicht sind es auch Pixel. Sie bilden Flächen. Manche dieser Flächen erscheinen wie Linien, deuten eine Bewegung an, eine Gestalt oder einen Menschen, der eine Bewegung mit seiner Hand macht. Der Titel der Page Blanche lautet: «Suggesting, that this convergence can be grasped» – übersetzt: «Es wird angenommen, dass diese Konvergenz erfasst werden könnte». Eine Antwort, was auf dem Bild zu sehen ist, liefert der Titel jedoch nicht, er verweist vielmehr auf medienkritische Fragen. Eine Konvergenz beschreibt ein Sich-Annähern, ein Zusammenlaufen von Informationen. Was also erfasse ich anhand der abgebildeten Informationen? Oder anders gefragt: Was sehe ich, wenn ich ein Bild betrachte? Was siehst du? Sehen wir das Gleiche? Was ist wirklich abgebildet und was nehme ich bloss wahr, weil die Körner oder die Pixel so angeordnet sind, dass sie mir bekannte Muster oder Figuren bilden? Und wie deute ich das Bild, sobald ich mehr über den Kontext erfahre, in dem es entstanden ist? Zum Kontext sagt Fernando Obieta, dass er sich entschieden habe, eine analoge Fotografie auszuwählen, die vor ein paar Jahren entstanden sei. Fernando Obieta bewegt sich in seinem künstlerischen Schaffen normalerweise eher an der Schnittstelle von Forschung, Kunst und Technologie. Wer an der letztjährigen Jungkunst war, hat vielleicht den auf eine Papierrolle gedruckten SMS-Verlauf gelesen oder sich die Videoinstallation angesehen, in der Missverständnisse aus einer SMS-Kommunikation von zwei Schauspieler*innen inszeniert wurden. Der Winterthurer New-Media-Künstler und Interaktionsdesigner interessiert sich dabei vor allem für die Reflexion über (digitale) Medien und Systeme, insbesondere für die Regeln von Medien und was aus diesen Regeln heraus entstehen kann.
Text: Sandra Biberstein
