Inhaltsverzeichnis

Coucou empfiehlt

Tipps von Andy Markwalder

Erinnerungen an fünf Jahre Coucou

Von Sandra Biberstein und Andrin Winteler

 

Veränderungen am Obertor

 Von Elisabeth Egli und Piero Good

Coucousin: Der Coucouman

Von Patrick Oberholzer 

«Kultur ist kein Luxusgut»

Leylah Fra im Porträt von Lena Zumsteg und Ana Hofman

 

Willkommen im Ring, Christa!

Kolumne «Zur Grossstadtlage» von Like Mike

 

Ode ans Unterwegssein Teil 1

Kolumne «Valérie ist unterwegs» von Valérie Jost

 

Die unschöne Warheit

Kolumne «Über Kunst» von Franca Bernhart

 

Nicht länger ein Brennpunkt – der Merkurplatz

Von Luca da Rugna und Roman Surber 

Bild auf Bild §16

 Bild-Kolumne von Johanna Müller

Die Phrenologie und der vermessene Mensch

Kolumne «Kuriositäten-Kabinett» von Miguel Garcia und Tobias Garcia

 

Moi non, je ne regrette rien

Kolumne «Politiksicht» von Pascal Nater

 

Tranquipanqui

Kolumne «Text mit Bild» von Dania Sulzer

 

Daheim in der Sagi Hegi

Von Seline Dubach, Miriam Rutherfoord und Joke Schmidt 

Eine Weihnachts- und Silvester-(Rück)schau

Von Anna Kunz und Lina Madöry

 

Trink mal

 Getränketipps von Livia Stalder

Trag mal

Modetipps von Nicola Bryner und Géraldine Waespi

 

Hör mal

Albumtipps von der Coucou-Redaktion

Lies mal

Literaturtipps von Barbara Tribelhorn und Martina Keller

 

Schau mal

Filmtipps von Winterthurer Programmmacherinnen

Coucou §60 Dezember 17

Page Blanche §60

Page Blanche von El Frauenfelder, Kleine Hütte im Morgenlicht, 2017.

Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint: El Frauenfelders Werke bieten keine Gewissheit darüber, was dargestellt ist. Auf der Dezember-Page Blanche sind ausgedruckte Scans von Hosen erkennbar. Die Bildelemente sind in einer Collage abstrakt angeordnet. Der Titel erlaubt eine zusätzliche Assoziation: «Kleine Hütte im Morgenlicht». Die Verunsicherung beim Sehen, insbesondere die Frage nach der Wahrnehmung, interessiert die Künstlerin. In ihren Bildern gibt es viele Unschärfen sowie stark hervortretende, fast schon in harter Materialität sich dem Auge physisch aufdrängende Partien. Es gehe ihr darum herauszufinden, was überhaupt gesehen wird, also zu reflektieren, was man auf das Gesehene projiziert.

Malen darf für die 2015 mit dem Manor-Kunstpreis ausgezeichnete Künstlerin kein reines Abbilden von Idealen, erwarteten Farben oder Formen sein. Den Bruch mit Harmonien und Konventionen, das sich Loslösen von Erwartungen und Normen findet die Malerin spannend, denn die Wahrnehmung der Betrachtenden soll sich – fern von allen selbstauferlegten Konditionen – aus dem Bild heraus entfalten. Aktuell unterrichtet El Frauenfelder einmal in der Woche an der Zürcher Hochschule der Künste. Selber studierte sie von 2000 bis 2005 Malerei an der Kunstakademie Helsinki. Ihr Atelier befindet in Ossingen. Die erste wichtige Einzelausstellung hatte sie 2015 im Kunstmuseum Winterthur unter dem Titel «usser mir».