Übrig bleiben nur noch drei verdächtige Dauercamper*innen: ein Zauberer mit Lampenfieber, eine kinderliebende Schauspielerin und ein umtriebiger Geologe. Da der Campingwart ab dem nächtlichen Spuk nicht mehr weiterweiss, wendet er sich an Erika Ehrlich – eine Privatdetektivin und «Frau für fast alle Fälle», wie sie sich in Anspielung an eine Fernsehserie Ende der 1970er-Jahre nennt. Erika Ehrlich trägt Dutt, Latzhosen und ein rotes Halstuch und kommt auf einem alten Motorrad dahergeritten, fast wie einst Lucky Luke auf seinem Gaul. Zusammen mit dem Neffen des Campingwarts macht sich Erika auf die Spur der Verdächtigen.
Samuel Schumacher wurde in Winterthur vor allem durch seine Wimmelbilder bekannt: das «Wimmelbuch Winterthur» oder das «Stadtbus Wimmelbuch». «Erika Ehrlich und de Spuk uf em Campingplatz» ist sein erster Comicband. Mit mehreren Bildzitaten, wie dem Zaubertopf von Miraculix oder dem Wildwest-Setting, schliesst Sam direkt grosse Vorbilder wie Albert Uderzo (Asterix) oder Morris (Lucky Luke) an. Doch im Unterschied zu den Klassikern sprechen Sams Figuren Schweizer Mundart. Sie klingen dadurch wohlig vertraut und gleichzeitig herrlich schräg. So wird aus einem klassischen Detektiv-Abenteuer eine charmant-schweizerische Hommage an die Comic-Helden unserer Kindheitstagen.
«Erika Ehrlich und de Spuk uf em Campingplatz» umfasst 136 Seiten und wiegt 330 Gramm.
Daniel Fehr ist Kinderbuchautor, Comic-Fan und nur widerwillig auf Campingplätzen anzutreffen.










