The Father (UK 2020)

The Father (UK 2020)

Einen Raum betreten und gleich vergessen, was man eigentlich in diesem Zimmer tun, holen oder erledigen wollte – das macht einen manchmal wahnsinnig.

Doch wie es sich anfühlt, tatsächlich dement zu werden: Das ist für die meisten unvorstellbar. Florian Zeller zeigt mit seinem Film die Geschichte von Anthony, einem 80-jährigen Mann, der in seiner Londoner Wohnung lebt und Tag für Tag dementer wird. Gepflegt und unterstützt wird er von seiner Tochter Anne und verschiedenen Pflegefachkräften. Für Anthony läuft eigentlich alles ganz normal, bis sich plötzlich fremde Menschen in seine Wohnung verirren, er ständig seine Uhr suchen muss und sich auch die Wohnungseinrichtung zu verändern scheint. Dadurch wird der Alltag in der Wohnung nicht nur für Anne und die restlichen Angehörigen schwieriger und verwirrender, sondern auch für die Zuschauerschaft.

 Aufgebaut ist der Film wie das vorhergehende Theaterstück Zellers: Anthonys Wohnung ist bis auf sehr wenige Ausnahmen der einzige Schauplatz, die Besetzung zählt keine zehn Personen und es wird mit sehr einfachen Effekten und Tricks gearbeitet, die bereits zuvor auf der Bühne funktionierten und beim Filmpublikum ebenfalls prächtig ihre Wirkung entfalten können. Dieses juckende Gefühl des Vergessens bleibt noch lange im Gedächtnis hängen, nachdem der Abspann über den Bildschirm geflimmert ist. 

Definitiv ein Film für den nächsten Filmabend!

Aaron Jung schaut gerne Filme und isst dabei am liebsten Paprikachips oder saure Glühwürmchen. 

Der Film kann in der Winterthurer Stadtbibliothek unter der Signatur FILM FATHER # BD_2195 ausgeliehen werden.

La double vie de Véronique (PL / F 1991)
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