The Doom Generation (US/FR 1995)

The Doom Generation (US/FR 1995)

Drei rebellische Teenager begeben sich auf einen Roadtrip durch die rabiaten Vereinigten Staaten der 1990er-Jahre.

Auf ihrem Weg halten sie in billigen Convenience Stores und stylischen Motels an. In den Convenience Stores erleben sie unaufhörliche Gewalt, wobei reichlich Blut fliesst. In den Motels können  sich die drei Freund*innen davon erholen und sexuell austoben. Dabei verleiht eine gute Portion Trash dieser gewaltvollen Geschichte eine kontrastierende Leichtigkeit. Die beachtenswerte Ästhetik des Films ist von abstrakten und surrealen Aufnahmen geprägt, die gut zur dystopischen Darstellung der USA passt.

„Ein heterosexueller Film von Gregg Araki“: So wurde „The Doom Generation“ bei seiner Veröffentlichung 1995 promotet, der – wie viele seiner Filme – alles andere als heterosexuell ist. Sogar die vorkommenden Neonazis erhalten hier einen homoerotischen Anstrich. Auch die Dreiecksbeziehung, die sich langsam zwischen den drei Freund*innen entwickelt, lässt eine gewisse Bisexualität durchsickern, die von voyeuristischer Lust geprägt ist: Wer gerade nicht mitmacht, schaut zu und geniesst. Doch das nicht heteronormative Treiben bleibt natürlich nicht unbemerkt – und schon kommen die Neonazis.

Der Film kann in der ZHdK-Bibliothek in Zürich unter der Signatur DVD-34370 ausgeliehen oder unter diesem Link gestreamt werden: www.archive.org/details/the-doom-generation-1995-rose-mc-gowan.-div-x

Dario Iannotta absolviert derzeit das Masterstudium in Filmwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Er arbeitet als Film Programmer, freier Filmkritiker und freier Pornodarsteller.

La double vie de Véronique (PL / F 1991)
La double vie de Véronique (PL / F 1991)
Schau mal

Kein Medium kommt dem Traumzustand so nahe wie der Film. Die Symbiose aus Bewegtbild und Geräuschebene, Licht- und Schallwellen erzeugt eine Unmittelbarkeit, die uns in Trance zu setzen vermag.

The Outrun (GB 2024)
The Outrun (GB 2024)
Schau mal

Am Anfang dieser Geschichte fühlen wir uns – wie die Hauptfigur Rona – ziemlich zerstreut. Bilder aus ihrer Kindheit, ihrem Leben in London und Schottland verfolgen sie und uns und wirbeln…

28 Days Later (UK 2002)
28 Days Later (UK 2002)
Schau mal

Die Orientierungslosigkeit nach einem ausgedehnten Nickerchen an einem Sonntagnachmittag kennen wir alle. Und das Beruhigende daran ist: Danach ist meist alles beim Alten – die Teetasse steht noch…