Qui vit encore (Who Is Still Alive) / Filmgespräch mit Nicolas Wadimoff (Regie) und den Protagonist:innen Haneen Harara, Ghada Alabadla und Eman Shannan
In weisser Farbe auf schwarzem Boden sind schematisch die Umrisse von Gaza aufgezeichnet mit seinen Städten, Lagern und Stadtteilen. Neun Flüchtlinge, die Gaza verlassen konnten, positionieren sich darauf und erzählen von ihren Erfahrungen, zu denen der Verlust von geliebten Menschen und ein Leben in Unterdrückung gehören. Indem sie ihre Geschichten teilen, versuchen die Protagonist:innen, sich wieder mit sich selbst zu verbinden, keine Geister mehr zu sein. Mit seinem Film schlägt Regisseur Nicolas Wadimoff eine Brücke zwischen dem Intimen und dem Kollektiven – ein Aufruf zur Menschlichkeit.Wadimoff erzählt die Geschichte von Gaza durch diejenigen, die seine Zukunft aufbauten: Unternehmer:innen, ein Musiker, eine Ärztin und eine Influencerin. Durch ihre Augen entdecken wir eine Realität fernab der Bilder aus den Nachrichten, geprägt von Widerstandskraft, Kreativität und Hoffnung. «Qui vit encore» gewann an den Solothurner Filmtagen den «Prix de Soleure». Der zutiefst humanistische Film, der seine internationale Premiere an den Filmfestspielen von Venedig feierte, hat ein starkes emotionales Echo ausgelöst. Der Film habe durch seine Form und seinen Inhalt eine äusserst schwierige Aufgabe gemeistert: Er schaffe einen Kontext fernab vom Kriegsschauplatz, um ein besseres Verständnis für die physische Zerstörung und die menschlichen Opfer zu vermitteln, so die Jury in ihrer Laudatio.Do, 5. Februar, 19.30 Uhr: Im Anschluss an die Vorstellung Filmgespräch mit Nicolas Wadimoff (Regie) und den Protagonist:innen Haneen Harara, Ghada Alabadla und Eman Shannan, moderiert von Regula Bochsler (Historikerin, Journalistin).
Film
Do 5. Feb 19:30 Uhr
Eintritt 18.–
AHV/Studierende 15.–
Adresse
Kino Cameo
Lagerplatz 19
8400 Winterthur
























































































