Arendt - Denken in finsteren Zeiten
von Rhea Leman
Eine Begegnung mit einer Frau, die sich um der Wahrheit willen nicht schont, und eine Reise in die persönliche und kollektive Erinnerung. Zum 50. Todestag einer der scharfsinnigsten und provokantesten Denkerinnen
des 20. Jahrhunderts.
Am 18. April 1975 trifft Hannah Arendt, aus New York anreisend, in Kopenhagen ein. Sie soll den renommierten Sonning-Preis erhalten, die wichtigste dänische Auszeichnung für kulturelle Leistungen.
Wir erleben Hannah Arendt kurz vor der Preisverleihung im Hotelzimmer. Was soll sie dem Preiskomitee antworten? Welches Thema soll ihre Dankesrede prägen? Rasch und wie im Traum entwickelt sich das Hotelzimmer zur Bühne ihres Lebens. Wir begegnen Hannah Arendt in entscheidenden Situationen, erfahren von ihrer Vertreibung aus Deutschland, ihrer Verhaftung in Frankreich, ihrer Flucht in die USA, vom Leben im Exil. Wir lernen ihr Denken kennen und wie sie Entscheidungen trifft. In Dialogen mit ihrem Ehemann Heinrich Blücher oder dem israelischen Chefankläger im Eichmann-Prozess, Gideon Hausner, lernen wir einer Frau kennen, die - wie ihr Freund Hans Jonas schrieb - «leidenschaftlich moralisch, aber überhaupt nicht moralistisch, oft provokativ, nie trivial, nie gleichgültig, nie mehr zu vergessen» ist.
Denken sei das Gespräch der Seele mit sich selbst, heißt es bei Plato. In Rhea Lemans Stück wird das Denken zum szenischen Vorgang, der wie ein Fiebertraum vorüberzieht und auch vor Adolf Eichmann nicht Halt macht.
Spiel: Mona Petri, Antonio da Silva & Jordi Vilardaga
Regie: Jordi Vilardaga
Dramaturgie: Mara Gyr
Plakat: Aska Schär
Deutsch von Henning Bochert
Aufführungsrechte Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH
Theater
Do 9. Apr 20:00 Uhr
Eintritt 40.–
Mitglieder 30.–
mit applaus!-Karte, für Jugendliche, für Menschen mit Studenten- oder Kultur-Legi 20.–
Adresse
Theater Ariane
Schaffhauserstrasse 44
8400 Winterthur




















































































