Gastspiel «Drei Freimaureruhren aus dem Uhrenmuseum Beyer Zürich»; Leihgaben: Uhrenmuseum Beyer Zürich; Fotos: Michael Lio

Gastspiel: Drei Freimaureruhren aus dem Uhrenmuseum Beyer Zürich

Gäste mit Symbolkraft
Drei Freimaureruhren aus der Sammlung des Uhrenmuseums Beyer in Zürich erlauben einen aussergewöhnlichen Einblick in eine gemeinhin diskrete gesellschaftliche Vereinigung. Die goldene Taschenuhr, die Armbanduhr und der Reisewecker wurden für Mitglieder einer Freimaurerloge hergestellt. Die Freimaurerei ist eine Gesinnungsgemeinschaft, die für Werte wie Freiheit, Gleichheit und Humanismus steht. Entstanden sind die ersten Freimaurerlogen im 18. Jahrhundert im Umfeld der Aufklärung. Ihre Mitglieder beriefen sich auf die mittelalterlichen Baumeister, an diesen orientieren sich ihre Symbole und Praktiken.

Ein dreieckiges Gesamtkunstwerk
Die Zahl drei spielt in der Welt der Freimaurerei eine wichtige Rolle. So steht das Dreieck für die Führungsebene der Logen, den Meister, den ersten sowie den zweiten Aufseher. Bei der goldenen Taschenuhr zieht sich diese Form denn auch durch alle Bereiche. In der Regel beinhalten mechanische Taschenuhren ein rundes, der Form der Zahnräder angepasstes Werk. Hier ist von der Uhrenschachtel bis zum Werk alles dreieckig. Eine technische Herausforderung! Die Taschenuhr stammt etwa aus dem Jahr 1925 und trägt die Signatur der Firma Schwab & Brandt. Diese und ihre Vorgängerfirma konstruierten in Genf solche Uhren. Uhren mit dreieckigem Werk sind jedoch äusserst selten. Das mit Perlmutt belegte Zifferblatt und die goldene Rückseite der Uhr sind voller kleiner Bildzeichen. Auf dem Zifferblatt ersetzen sie die üblichen Zahlen. Wasserwaage, Maurerkelle, Säule und weitere Symbole beziehen sich auf die Arbeit der mittelalterlichen Bauhütten, haben aber zusätzliche Bedeutungen. Beispielsweise steht ein glatt geformter Steinblock für die Arbeit jedes Logenmitglieds an sich selbst und für die stetige Verbesserung des Charakters. Die vielgliedrige Kette, die die Lunette der Taschenuhr umrankt, wird auch «Bruderkette» genannt, sie steht für die Verbindung aller Logenmitglieder untereinander.

Nächstenliebe am Handgelenk
Die silberne Armbanduhr mit dreieckigem Gehäuse trägt die Aufzugskrone nicht oben, sondern an der unteren rechten Ecke. An der oberen Spitze des Dreiecks befindet sich ein rundes Element mit einem Stern in der Mitte. Zusammen mit einem Ring bildet dies das Scharnier zum Lederarmband. Im Stern steht der Buchstabe «G», eine Abkürzung für Geometrie und eine Verbindung zu den Bauleuten der mittelalterlichen Kathedralen. Wie bei der Taschenuhr steht auf dem Zifferblatt der Sinnspruch «Liebe deinen Nächsten – reiche ihm eine sichernde Hand» (im Original franz.). Diese Ethik der Nächstenliebe wird in der Freimaurerei durch eine humanistische Haltung und mit wohltätigen Spenden gepflegt. Die Armbanduhr, offen am Handgelenk getragen, ist ein nach aussen hin sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zur Freimaurerei. Dabei kämpfte die Schweizer Freimaurerei, die bis in die 1930er-Jahre regen Zulauf hatte, in der damaligen Zeit auch mit heftigem Widerstand: Ein rechtsextremer Politiker lancierte 1934 eine Verbotsinitiative. Diese scheiterte aber – ganz schweizerisch – an der Vereinsfreiheit und einer Volksabstimmung.

Freimaurerisch unterwegs
Die Weckeruhr im praktischen Lederetui lässt sich gut auf Reisen mitnehmen. Aufgeklappt wird sie zu einer kleinen Tischuhr. Ihr Gehäuse ist dreieckig (mit rundem Werk) und sie trägt neben Symbolen den freimaurerischen Sinnspruch in englischer Sprache auf dem Zifferblatt. Die Freimaurerei war auch schon früh international vernetzt. Die erste Loge der Schweiz gründete ein Engländer in Genf. Trotz gemeinsamer Grundideale, wie sie sich an den vorgestellten Uhren ablesen lassen, unterscheiden sich einzelne Logen bis heute in ihren Ritualen und ihrer religiösen und politischen Ausrichtung.

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Ausstellung

Di 24. März bis
So 27. Sept

Di/Mi/Fr bis So:
10:00 - 17:00 Uhr

Do:
10:00 - 20:00 Uhr

Eintritt 5.–
ermässigt 3.–

Adresse

Uhrenmuseum
Kirchplatz 14
8400 Winterthur

Mo 16. März

Di 17. März

Momentum

Momentum

Theater

20:00 - 22:00 Uhr, CHF 25
Casinotheater Winterthur

Mi 18. März

Louvovitch

Louvovitch

Konzert

18:30 Uhr
Café Kunterbunt Winterthur

Do 19. März

Open Studio

Open Studio

Diverses

18:00 - 19:00 Uhr
Villa Sträuli Winterthur

Queer Treff

Queer Treff

Diverses

19:00 - 23:00 Uhr
wilsch - queer Winterthur Winterthur

Dekker <sup>US</sup>

Dekker US

Konzert

19:00 Uhr, CHF 42/42/21
Salzhaus Winterthur

Patagonien

Patagonien

Vortrag

19:30 - 22:00 Uhr/37/32/19/16
gate27 – Auditorium Winterthur

Fr 20. März

D!sco

D!sco

Party

19:00 Uhr
Salzhaus Winterthur

Queer Treff

Queer Treff

Diverses

19:00 - 23:00 Uhr
wilsch - queer Winterthur Winterthur

Casino-Slam

Casino-Slam

Literatur

20:30 - 22:40 Uhr, CHF 30
Casinotheater Winterthur

Hanami

Hanami

Film

21:00 Uhr, CHF 18/15
Kino Cameo Winterthur

We love 80s

We love 80s

Party

23:00 Uhr, CHF 15/15/7.5
Salzhaus Winterthur

Sa 21. März

Führungen

Führungen

Theater

10:30 Uhr
Theater Winterthur Winterthur

Calçotada

Calçotada

Konzert

13:00 Uhr/frei/45 (Menü mit Fleisch)/42 (Menü ohne Fleisch)
Portier Winterthur

Bleu Grenouille

Bleu Grenouille

Theater

14:30:00 Uhr, CHF CHF 12-17/16/32
Figurentheater Winterthur

Eva Lenherr

Eva Lenherr

Vernissage

15:00 - 18:00 Uhr
Antiquariat Rathausdurchgang Winterthur

Ratatouille

Ratatouille

Film

15:30 Uhr, CHF 18/15
Kino Cameo Winterthur

Notuusgang

Notuusgang

Party

21:30 Uhr, CHF 15/15/7.5
Salzhaus Winterthur

iLIKE

iLIKE

Party

23:00 - 06:00 Uhr, CHF 15/15
Albani Winterthur

So 22. März

Akt im Oxyd

Diverses

11:00 - 13:00 Uhr
Oxyd Kunsträume Winterthur

Bleu Grenouille

Bleu Grenouille

Theater

14:30:00 Uhr, CHF CHF 12-17/16/32
Figurentheater Winterthur

Mo 23. März

Di 24. März

Afrika Extrem

Afrika Extrem

Vortrag

19:30 - 22:00 Uhr/37/32/19/16
gate27 – Auditorium Winterthur