vrenelis gärtli
Eine Koproduktion mit Groupe Nous
Was bedeutet Heimat in einer Welt, die immer digitaler, schneller und anonymer wird? Wo finden wir Geborgenheit, wenn reale Begegnungen seltener werden? Kann das Theater ein Zuhause sein?
Ausgehend von Tim Krohns mythischem Alpenroman «Vrenelis Gärtli» entsteht ein Theaterabend, der uns menschliche und unmenschliche Sehnsüchte unmittelbar erleben lassen will.
Im Zentrum stehen zwei ungewöhnliche Figuren: das Vreneli und das Bersiäneli. Sie bewegen sich durch das Gnuusch eines Lebens – tastend, stolpernd, suchend. Für Vreneli wird die Reise durch die Bergwelt zugleich zu einer Reise nach innen: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Platz in dieser Welt? Die Suche nach Identität wird zu einer Suche nach Heimat – nicht nur als Ort, sondern als Gefühl von Zugehörigkeit.
Sie erzählen, zweifeln, lachen, geraten an Grenzen – und lassen dabei eine Welt entstehen, die zugleich fremd und vertraut wirkt.
Vielleicht wird das Theater genau dort zu einem Zuhause: im gemeinsamen Lauschen, im Staunen, im Weitertragen von Geschichten.
Nach der Vorstellung am 20. März findet ein Nachgespräch mit dem Ensemble statt und am 29. März mit Tim Krohn.
DER AUTOR
Tim Krohn (*1965) wuchs als drittes Kind einer Hamburger Familie im Glarnerland auf, wurde nach einer wilden Jugend als Freejazz-Saxofonist und ewiger Student freischaffender Schriftsteller und lebt mit der Schriftstellerin Micha Friemel und ihren vier gemeinsamen Kindern im Dreihundertseelendorf Santa Maria Val Müstair, gleich an der Grenze zum Südtirol. Zu seinen literarischen Werken gehören neben Romanen wie «Quatemberkinder», «Vrenelis Gärtli», «Irinas Buch der leichtfertigen Liebe», «Ans Meer», der Trilogie «Menschliche Regungen» und «Die heilige Henni der Hinterhöfe» auch zahlreiche Theaterstücke und einige Opernlibretti. Unter dem Pseudonym Gian Maria Calonder schrieb er außerdem acht Krimis, die im benachbarten Engadin spielen. Für Jugendliche schrieb er den Roman «Wir entern ein Engadinerhaus» und, gemeinsam mit dem Zeichner Chrigel Farner, die Graphic Novel «Pippin der Nichtsnutz».
Bericht SRF Kultur, 13. März 2026
Gefördert durch Walter Haefner Stiftung, Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich, Migros Kulturprozent
Theater
Fr 20. März 20:00 Uhr
Adresse
Kellertheater
Marktgasse 53
8400 Winterthur














































































































































