Manchmal ist er aber einfach nur wütend und anklagend und ein bisschen eklig. Und diesem Feminismus hat Sofia Isella sich zu eigen gemacht. Die 20-Jährige aus LA schreibt Lieder über Rape-Culture, Social Media, darüber, wie unsere Gesellschaft mit Frauen und ihrem Erfolg umgeht und interessiert sich dabei herzlich wenig dafür, wen sie damit vor den Kopf stossen könnte. Fast schon unheimlich klingt ihre Musik, orchestral und eigentlich viel zu gross für jedes Paar Kopfhörer. Wenn ich ihr zuhöre, möchte ich schreien, weinen, Raum einnehmen und das Patriarchat boxen – ein sehr empfehlenswertes Gefühl, finde ich.
Anspieltipp: «TheDoll People».
Jule Ertl ist regelmässig politisch verzweifelt, viel zu laut und viel zu hässig.











