Weltalltage

Weltalltage

«Weltalltage» erzählt die Geschichte einer Freundschaft in besonderer Form:

Es sind Listen mit unterschiedlichen Übertiteln und Kategorien, mit welchen die Erzählerin den Versuch wagt, ihr gegenwärtiges Dasein in einer komplexen Welt zu fassen und zu ordnen. Beim Nachdenken über ihre Beziehung zu ihrem langjährigen Freund Max, ihr Aufwachsen in Ostdeutschland mit ihrer Mutter, ihren weiblichen Körper und ihre rätselhafte Krankheit entfaltet sich ein dichtes und erhellendes Textgewebe, in welches auch Gedanken zeitgenössischer Autor*innen eingeflochten sind.

Weltalltage – das sind Tage des Schwindels und des Schwebezustands der Erzählerin. Unzählige ärztliche Abklärungen, um ihrer Krankheit eine Erklärung zu geben, gehören dazu. Dabei stellt sie fest: «Es müsste eine dritte Sprache über den Körper geben.» Eine Sprache frei von kalten Fachbegriffen und umgangssprachlichen Abwertungen.

Und dann ist da Max, der sie von Kindesbeinen an begleitet. Doch plötzlich wird auch Max krank und ihr Fels in der Brandung schwankt und wird brüchig, die bisherigen Zuschreibungen von «gesund» und «krank» scheinen sich zu verschieben.

Paula Fürstenberg ist es gelungen, einen zärtlichen und vielschichtigen Roman über eine Freundschaft zu schreiben und dabei insbesondere einem Gefühl Raum zu geben: dem Freundschaftskummer.

«Weltalltage» umfasst 320 Seiten und wiegt 459 Gramm.

Muriel Progin lebt in Winterthur und freut sich auf Lesestunden am See.

Weg
Weg
Lies mal

Sybil ist weg. Sie hat sich in einen Stein verwandelt, ist durch ihre Matratze gefallen und im Land der Metaphern verschwunden.

Wahrnehmung stören
Wahrnehmung stören
Lies mal

«Wahrnehmung stören», dieser Titel bezeichnet zugleich sein viertes Buch und das anhaltende Interesse des Winterthurer Kultur- und Filmwissenschaftlers Johannes Binotto.

Dazwischen die Einsamkeit
Dazwischen die Einsamkeit
Lies mal

Mehrere 10'000 Kinder und Jugendliche wurden von den 1950er- bis in die 1980er-Jahre in der Schweiz fremdplatziert.

Daily Soap
Daily Soap
Lies mal

Viel zu oft kommt es mir so vor, als würden in der Schweiz nur noch mittelmässige Bücher von alten, weissen Männern vermarktet werden.