Dort Dort

Dort Dort

Das letzte Mal im Indianer-Fieber war ich, meine ich mich zu erinnern, in der 2. Klasse, mit Traumfänger basteln und Mokassins tragen. Man träumte von einem Tipi und Federn im Haar... Nun bin ich wieder soweit, aber auf eine ganz andere Art:

Tommy Orange, Mitglied der Cheyenne und Arapaho Tribes, hat die Literatur Amerikas aufgewühlt mit seinem Bestseller «Dort Dort». Man ist sich einig: Dieses Buch ist der bahnbrechende Roman über Native Americans. Er erzählt die Geschichten eines Volkes neu und spannt ein Netz aufwühlend realer Figuren auf, die alle an einem schicksalhaften Tag aufeinander treffen – an einem Powwow. Hollywoodreif und dramatisch, aber doch sehr literarisch, gibt er den Natives von heute eine Stimme: jenen, die zu kämpfen haben mit ihrer Entwurzelung, mit ihrem sozialen Status, aber auch mit Kriminalität oder Alkoholismus. Eine unbedingte Empfehlung.

 

«Dort Dort» umfasst 288 Seiten.

 

Barbara Tribelhorn ist Co-Präsidentin der Literarischen Vereinigung Winterthur.

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