Audre Lordes Gedicht Who Said It Was Simple (1973) via Midjourneys GAN als Bild interpretiert, 2022

Poetiken der Suche – Your search for «miracles» results in 2 entries

Die Ausstellung Poetiken der Suche macht erstmals den Prozess des Suchens in den Online-Datenbanken des Fotomuseum Winterthur sowie dem Online-Katalog der Fotobibliothek zum zentralen Gegenstand der Auseinandersetzung. Ausgehend von zwei Gedichttexten initiiert die Ausstellung ein Zwiegespräch unterrepräsentierter Stimmen mit den Sammlungen des Fotomuseum Winterthur und der Fotobibliothek.

Die Recherche und damit das Finden von sowohl Informationen als auch (fotografischen) Bildern wird heute meist durch digitale Suchanfragen moderiert und geprägt. Die Ausstellung stellt diese Suche als Akteurin ins Zentrum; die Suche, die unsere Ideenfindung, Wissensbildung und Auswahlprozesse formt und damit unsere kulturelle Gegenwart mitgestaltet.

Jede Suche im Kontext von Sammlungen, Bibliotheken und Archiven steht vor einem grundsätzlichen Problem. Sammlungen definieren sich nämlich nicht nur über ihre sichtbaren Objekte, sondern in selbem Masse über ihre Leerstellen: Über Absenzen und Auslassungen – darüber, was nicht aufbewahrt oder im System nicht benannt wird und damit unauffindbar und unsichtbar bleibt. Die Perspektiven derjenigen, die sich nicht in Sammlungen repräsentiert finden, verdeutlichen die Notwendigkeit, Sammlungen und deren Kriterien immer wieder neu zu befragen.

Die Ausstellung basiert auf einem spielerischen Experiment: Sie initiiert über die Suchfunktion ein Zwiegespräch zwischen unterrepräsentierten Stimmen und den Sammlungen des Fotomuseum Winterthur und der Fotobibliothek. Die Gedichte Who Said It Was Simple (1973) von Audre Lorde und My Tongue is Divided into Two (2004) von Quique Avilés wurden als Suchtexte in die Suchfelder der Sammlungsdatenbanken eingegeben. Bewusst wurden zwei Autor_innen gewählt, deren Texte koloniale Strukturen reflektieren sowie Machtgefüge hinterfragen und destabilisieren. Über die Suchergebnisse, aber auch die Leerstellen, die sich über eine solche «Poetik der Suche» offenbaren, sind die Besucher_innen eingeladen, den Suchprozess als kritische wie experimentelle Praxis zu begreifen.

Kuratiert von Nadine Isabelle Henrich

Teilen
Ausstellung

HEUTE
Sa 29. Okt bis
So 12. Feb
13:30 - 17:30 Uhr
Di bis Fr

Eintritt kostenlos

Adresse

Fotomuseum – Fotobibliothek in der Passage
Grüzenstrasse 44+45
8400 Winterthur

Mi 8. Feb

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Do 9. Feb

99 Moons

99 Moons

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Fr 10. Feb

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Sa 11. Feb

La Boom!

La Boom!

Diverses

23:00 Uhr, CHF 15
Albani Winterthur

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

So 12. Feb

Kunstzeitmaschine

Kunstzeitmaschine

Kinder

11:30 - 13:00 Uhr
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» Winterthur

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Mo 13. Feb

Eo

Eo

Film

20:15 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

99 Moons

99 Moons

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Di 14. Feb

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Mi 15. Feb

Di passagio

Di passagio

Ausstellung

10 - 20 Uhr, CHF 19/16
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur