Effi Briest

Effi Briest
Pathologie einer bürgerlich-normalen Ehe» mit Mona Petri und Antonio da Silva / Regie Jordi Vilardaga

Das Theater Ariane untersucht anhand einer eigenen Fassung die Frage nach der Fortschreibung bürgerlicher Geschlechtermodelle in einer postfeministischen Gesellschaft. Die Geschichte macht die Differenz zur Gegenwart sicht- und damit interpretierbar.

 

 «Mich ekelt, was ich getan, aber was mich noch mehr ekelt, das ist eure Tugend.» (Effi)

Der Roman «Effi Briest» von Theodor Fontane erzählt die auf den ersten Blick unspektakuläre Geschichte einer Ehe, deren Partner einander durchaus zugetan sind. Dass die Verbindung trotzdem in die Katastrophe führt, hängt wesentlich mit den gesellschaftlichen Umständen der Eheschliessung zusammen. Doch nicht um Schuldzuweisungen ist es dem Roman zu tun, sondern um die Darstellung vielfältiger Faktoren, die auf das Paar einwirken. In «Effi Briest» erscheint die Ehe in besonderer Weise dem Widerstreit von individuellen Sehnsüchten und gesellschaftlichen Normen ausgesetzt. Dem Roman gelingt damit die nahtlose Verbindung von Ehe- und Gesellschaftsroman. 

Entstehung und Inhalt

«Effi Briest» wurde von Oktober 1894 bis März 1895 in sechs Folgen in der Deutschen Rundschau abgedruckt, bevor es 1896 als Buch erschien.

Der Roman basiert auf einer Skandalgeschichte aus den besseren Kreisen Berlins, auf der «Affäre Ardenne», die durch Zeitungsberichte publik wurde, und bis in den Reichstag hinein für grosses Aufsehen sorgte. 

 

Das Verhältnis Gesellschaft und Individuum

«Man ist nicht bloss ein einzelner Mensch, man gehört einem Ganzen an und auf das

Ganze haben wir beständig Rücksicht zu nehmen, wir sind durchaus abhängig von

ihm. 

[….] im Zusammenleben mit den Menschen hat sich ein Etwas ausgebildet, das nun mal

da ist und nach dessen Paragraphen wir uns gewöhnt haben, alles zu beurteilen,

die andern und uns selbst.»

(Innstetten)

 

Diese Argumentation zeugt von einem fatalen Mechanismus, denn das «Ganze», das «tyrannisierende Gesellschafts-Etwas», ist eine Abstraktion, gebildet aus einer Vielzahl

individueller Stimmen und Einstellungen. Ausser Kraft könnte es nur gesetzt werden, wenn Einzelne den Mut fänden, auszuscheren. Innstetten erfährt die Forderungen der Gesellschaft als unangemessen und inhuman, aber erkennt sie trotzdem an und zementiert sie auf diese Weise. Diese Ambivalenz ist nicht nur für ihn bezeichnend, sondern über den Einzelfall hinaus charakteristisch für das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in Fontanes Romanen.

 

Ein weites Feld

Trotz seiner zeitgeschichtlichen Bedingtheit, trotz eines anachronistisch anmutenden Ehrbegriffs wirkt diese Geschichte auf uns ganz und gar unverbraucht. Das liegt wohl daran, dass diese Ethik, die zu der traurigen Wendung von Effis, Innstettens und Crampas‘ Lebensgeschichte führte, bereits zum Zeitpunkt des Geschehens anachronistisch gewesen ist. Und eben darin ist der – mit Hesse gesprochen – schelmische Zug dieses Romans begründet: dass eine Prosa, die sich des Anachronistischen an sich annimmt, nie wirklich aus der Mode kommen kann.

Menschlich, allzu menschlich geblieben ist zum Beispiel eines der Hauptmotive des Romans: die Problematik, die Zweideutigkeit bis Zwielichtigkeit des Erzieherischen in einer Beziehung. Nicht Enthüllung und Offenlegung, sondern Andeutung und Aussparung.

 

Mit Frau von Briest, der bewusst ist, dass sich Effis Innenleben dem Zugriff

entzieht, darf man daher sagen: «Das Eigentliche bleibt doch zurück.»

 

Theodor Fontane

geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin; gestorben am 20. September 1898 in Berlin.

Sein Werdegang verlief vom Apotheker über den Journalisten, Verfasser von Reiseliteratur und Barrikadenkämpfer bis hin zum berühmten Literaten. 

Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Realismus. Fontane schrieb erst spät seine wichtigsten und bekanntesten Werke wie «Effi Briest» und «Der Stechlin».

 

Sämtliche Romane und Novellen des Autors sind zumeist von gesellschaftskritischen

Elementen sowie sanfter Ironie durchzogen. 

Auf die Frage «Was soll ein Roman?» antwortete Fontane: «… er soll uns eine Welt der Fiktion auf Augenblicke als eine Welt der Wirklichkeit erscheinen, soll uns weinen und lachen, hoffen und fürchten, am Schluss aber empfinden lassen, teils unter lieben und angenehmen, teils unter charaktervollen und interessanten Menschen gelebt zu haben.»

Reservationen: 079 240 76 68

info@theater-ariane.ch

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Theater

HEUTE 20:00 Uhr

Eintritt 36.–
ermässigt 18.–
Platz Reservation erwünscht

Adresse

Zimmer-Theater Ariane
Schaffhauserstrasse 44
8400 Winterthur

Fr 21. Jan

Effi Briest

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Theater

20:00 Uhr, CHF 36/18
Zimmer-Theater Ariane Winterthur

Hive

Hive

Film

12:15 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Miraggio

Miraggio

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Pleasure

Pleasure

Film

20:15 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

Sa 22. Jan

Effi Briest

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Theater

18:00 Uhr, CHF 36/18
Zimmer-Theater Ariane Winterthur

Pop-up-Werkstatt

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Diverses

14:00 - 16:30 Uhr
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Glassboy

Glassboy

Film

16:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Viva

Viva

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

La Boom

Diverses

23:00 Uhr, CHF 15
Albani Music Club Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

So 23. Jan

Effi Briest

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Theater

17:00 Uhr, CHF 36/18
Zimmer-Theater Ariane Winterthur

Linda

Linda

Theater

19.00 Uhr, CHF 30
Theater Kanton Zürich Winterthur

Pop-up-Werkstatt

Pop-up-Werkstatt

Diverses

14:00 - 16:30 Uhr
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

Mo 24. Jan

Effi Briest

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Theater

20:00 Uhr, CHF 36/18
Zimmer-Theater Ariane Winterthur

Moonlight

Moonlight

Film

20:15 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Di 25. Jan

Linda

Linda

Theater

20.00 Uhr, CHF 30
Theater Kanton Zürich Winterthur

Hive

Hive

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

Mi 26. Jan

Pop-up-Werkstatt

Pop-up-Werkstatt

Diverses

14:00 - 16:30 Uhr
Kunst Museum | Beim Stadthaus Winterthur

Flurina

Flurina

Theater

14:30 Uhr/12/17
Figurentheater Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

Do 27. Jan

Hive

Hive

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Pleasure

Pleasure

Film

20:45 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Naturfundbüro

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Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur

Fr 28. Jan

Mythen

Mythen

Konzert

20:15 Uhr
Esse Musicbar Winterthur

Moonlight

Moonlight

Film

18:00 Uhr, CHF 16/13
Kino Cameo Winterthur

Naturfundbüro

Naturfundbüro

Ausstellung

10:00 - 17:00 Uhr, CHF 5/3
Naturmuseum Winterthur